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25hours Terminus Nord – Public Areas

Paris, Frankreich | 2019

Die 25hours Hotels haben nun noch ein weiteres Zuhause gefunden, diesmal in der französischen Hauptstadt Paris. Die französische Niederlassung, das 25hours Terminus Nord hat direkt gegenüber dem Bahnhof Gare du Nord seine Türen eröffnet.

Mitte des 19. Jahrhunderts beauftragte Napoleon III. Baron Georges-Eugène Haussmann mit der städtebaulichen Umgestaltung Paris. Haussmann veränderte das Erscheinungsbild der Stadt durch den Bau breiter Alleen, opulenter Fassaden und unzähliger neuer Boulevards. Das historische Gebäude, in dem sich das Hotel jetzt befindet, folgt dem architektonischen Beispiel dieser Zeit und dient als Kulisse für das neue hotel-happening.

Wir wurden mit der illustren Aufgabe betraut, diesem bemerkenswerten Standort neues Leben einzuhauchen und wieder ein Hotel zu entwerfen, das die Gäste überrascht und dazu einlädt, ein kleines Abenteuer zu erleben. Dieses Mal führt die Reise in das lebhafte Viertel um den Bahnhof, dem 10. Arrondissement – ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen.

Der Kunde: vier Hotelmacher, die Städte wirklich verstehen

Die 25hours Hotelgruppe hat Hotelaufenthalte zu einem eigenen Grund fürs Reisen gemacht. Urbane, kosmopolitisch ausgerichtete Gäste schätzen die inzwischen zwölf Häuser unter dem 25hours Dach genau als die Orte, die das Besondere einer Stadt als kreatives Konzentrat abbilden. 25hours Hotel machen wach beim Übernachten, mit extrem individuellen, nützlichen, schönen und einzigartigen Gestaltungen, die immer anders, aber immer gut für den Gast und für den Ort sind. Damit haben die vier Gesellschafter von 25hours seit 2003 sehr großen Erfolg und einen starken Einfluss auf die Entwicklung der Hotellerie insgesamt.

Die Aufgabe: Ein Designkonzept, das die Atmosphäre der Nachbarschaft verkörpert

Jeden Tag passieren eine halbe Million Menschen den Bahnhof Gare du Nord. Das Viertel um den meistfrequentierten Bahnhof Europas, das 10. Arrondissement, ist von dieser Dynamik geprägt, aber es ist seine multikulturelle Bevölkerung, die diesem Pariser Viertel seinen lebendigen und vielfältigen Charakter verleiht. Das 25hours Hotel Terminus Nord ist eine Liebeserklärung an den lebhaften Geist dieses Viertels und seine Bewohner. Diese lokale Helden dienen als Inspiration für das Designkonzept.

Bei der Renovierung historischer Gebäude sieht man sich in der Regel mit der ein oder anderen Hürde konfrontiert – alte Gebäudestrukturen sind immer eine Herausforderung. Von der funktionalen Seite her, war die Renovierung wichtig um beispielsweise die aktuellen Brandschutzbestimmungen und Fluchtwegsanforderungen zu erfüllen, aber auch um die technische Gebäudeausrüstung auf einen modernen Stand zu bringen.

Neben den 237 Zimmern verfügt das Hotel über einen Rezeptions – und einen Snack-Kiosk im Erdgeschoss, sowie einen co-working Bereich, eine Bar und ein Restaurant im ersten Obergeschoss. Im Anschluss an das Restaurant bieten zwei exklusive private-dining Bereiche Platz für Meetings oder private Veranstaltungen.

Vor Allem in den öffentlichen Bereichen gab es erhebliche bauliche Veränderungen. Der Eingangsbereich mit Lobby und Rezeption wurde sichtbar geöffnet und erhielt eine großzügige neue Treppe, welche das Erdgeschoss mit den öffentlichen Bereichen im ersten Obergeschoss verbindet und die Gäste zur Bar, zum Restaurant, sowie zu den Zimmern führt.

Zusätzlich zu dem für den Betrieb des Hotels erforderlichen, funktionalen Umbau, war es für das Designteam wichtig, die Geschichte des Gebäudes in die Umgestaltung mit einfließen zu lassen. Am Anfang der Renovierungsarbeiten wurden originale kunstvoll verzierte Stuckdecken entdeckt, die es zu erhalten galt und welche den Zimmern jetzt einen touch des ursprünglichen Flairs des Gebäudes wiedergibt.

Natürlich entspricht das Design auch dem Leitprinzip der 25hours Hotels – „Kennst du eines, kennst du keines“.

Die Idee: Eine Hommage an einen bunten Schmelztiegel der Kulturen

Der Ausgangspunkt für unser Designkonzept war eine Inspirationstour durch die umliegende Nachbarschaft mit ihren lebendigen Straßen und multikulturellen Bevölkerung. Während der letzten großen Einwanderungswelle in den 1980er Jahren siedelten sich viele Zuwanderer aus Afrika und Indien in Paris an. Heute bietet das Viertel, das auch in der Pariser Kreativszene beliebt ist, eine große Auswahl an Szene Bars, Bio-Supermärkten und schicken Designergeschäften. Man kann sich aber auch in einem der geschäftigen Friseursalons Cornrows und Zöpfe aller Art flechten lassen oder sich bei einem kurzen Stop in einem der vielen kleinen Lokale, mit dem besten Curry der Stadt versorgen.

Das Pariser Hotel ist eine Hommage an das umliegende Viertel und an die Menschen, die die Identität dieses Orts ausmachen, ein echter Schmelztiegel verschiedenster Kulturen aus der ganzen Welt. Menschen aus Sri Lanka, der Elfenbeinküste, Algerien, Senegal und Pakistan bringen den Lebensgeist auf die Straßen des 10. Arrondissements und direkt vor die Türen des Hotels. Das Interieur spiegelt diese Kulturen wider und bringt das lebendige Flair der Straße in das Hotel.

Die gestalterische Umsetzung: Ein kurioses Zusammenspiel der Kulturen

Bei der Ausarbeitung gab es verschiedene Ansätze, die facettenreiche Identität des Viertels im Designkonzept widerzuspiegeln. Der Ansatz, den unterschiedlichen Kulturen je einen Zimmertyp zuzuordnen, wurde bald zugunsten eines interessanteren Zusammenspiels der Kulturen aufgegeben : die Designkonzepte für die Zimmer basieren auf fünf Farbschemen, die jeweils aus einer Zusammenstellung von Mustern, Farben und Materialien bestehen. Tapeten mit afrikanisch inspirierten Mustern werden mit anderen Ethnomustern und Farbkombinationen zusammen gestellt. Pendelleuchten aus recycelten PET-Flaschen kombinieren traditionelle Webtechniken aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt und ergänzen das knallige Farbkonzept der Zimmer. Für das Hotel wurden Kissen und Tagesdecken aus afrikanischen Musterstoffen ausgesucht, die einen besonderen Hintergrund haben : Sie werden in Togo von einem Verein handgefertigt, der junge einheimische Frauen darin unterstützt, sich und ihren Kindern einen sicheren Lebensunterhalt zu verdienen. Anstelle von Schränken wurden die Hotelzimmer mit eigens entworfenen Trolleys ausgestattet, in denen die Gäste ihre Kleidung verstauen und aufhängen können. Sie sind von klassischen Hoteltrolleys inspiriert und spielen auch auf Kleiderständer, wie sie in Paris als Modehauptstadt, bei den Prêt-a-porter Schauen verwendet werden. Die Gäste werden beim Betreten der Zimmer mit beleuchteten Schriftzügen wie „oh là là“ und „très chic“ von ihnen willkommen geheißen.

In der Bar „La Sape“ war die gleichnamige Bewegung kongolesischer Dandies – gut gekleidete Männer, die sich den formellen europäischen Kleidungsstil aneigneten und verwandelten – ausschlaggebend für den Stil. Sowohl die „Société des Ambianceurs et des Personnes Élégantes“ (Sape), als auch afrikanische Plattenlabels sind stark in den Vierteln um den Gare du Nord verwurzelt. So ist das Interieur auch von der afrikanischen Musik der 1960er bis 1980er Jahre inspiriert. Gezeigt werden alte Albumcover und Kunstwerke rund um die Sape Bewegung. Passend dazu ist die Bar maskulin und elegant und mit gemusterten Stoffen ausgestattet, die an die Anzüge und die Kleidung der Sapeure erinnern.

Während sich das Interieur der Bar auf die Welt der Männer fokussiert, ist das Restaurant eine Hommage an die Frauen der verschiedenen Kulturen. Die Farben in diesem Bereich sind weicher und die Kunst in diesem Raum fasst mehr feminine Themen auf. Gemütliche Loungesessel aus Samt in Pastelltönen, rosa Marmor und Kupfer, gepaart mit einem hellen Eichenparkett und Vintage-Kelims mit floralen Motiven – in diesem exquisiten Ambiente wird das berühmte französische „Savoir-Vivre“ auf völlig neue und unprätentiöse Weise interpretiert.

Das Signaletikkonzept zollt der lokalen, in Paris und vor Allem im umliegenden Viertel sehr präsenten street art seinen Tribut. Die Zimmernummern sind eine Anspielung auf „Invader“, ein Pariser street artist, der dafür bekannt ist, space invaders in Form von Mosaikkacheln an Gebäuden auf der ganzen Welt anzubringen. Diejenigen, die ein Auge fürs Detail haben, können sie in den Straßen von Paris wiederentdecken.

Die öffentlichen Bereiche, die Rezeption und der Coffee-to-go-Shop, beide im Erdgeschoss, sind im Stil eines großen Kiosks gestaltet, in dem Zeitungen, Postkarten, Süßigkeiten und allerlei Schnickschnack angeboten werden. Dies ist ein anderes Beispiel dafür, wie sich die geschäftige Atmosphäre des Bahnhofs und die belebten Straßen der Nachbarschaft auf spielerischer Art und Weise im Hotel widerspiegelt.

Zusammengefasst war das Ziel, das Terminus Nord mit seinem ursprünglichen Konzept, seiner komplexen Geschichte und seiner Transformation in die Moderne nicht nur als Reflektion des 10. Arrondissement zu gestalten, sondern als Hommage an die ganze Stadt.

Der Erfolg: Bonjour Paris! Die Gegend um den Gare du Nord ist eine sehr beliebte Hotellage, die Gäste aus der ganzen Welt schätzen. Das Gebäude als solches ist keineswegs ein „konfektioniertes“ oder „von der Stange“ und auch das 25hours Hotel Terminus Nord ist nicht das, was man normalerweise von einem Standardhotel erwartet. Es ist ein zentraler Treffpunkt und bringt frischen Wind in das gesamte Gebiet. Ihr jüngster Coup, das erste Hotel außerhalb des deutschsprachigen Raumes, bestätigt den Erfolg und die Anziehungskraft des originellen und kreativen Hospitality Designansatzes der 25hours Gruppe. Mit den Worten von Audrey Hepburn : „Paris ist immer eine gute Idee.“

DREIMETA GmbH & Co. KG / Ernst-Reuter-Platz 10 / 86150 Augsburg / T +49 821 455 795-0 / F +49 821 508 325 8 / www.dreimeta.com

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